Erfahren Sie hier alles über das bayernweit einzigartige"Online Projekt für krebskranke Kinder" des VKKK-Ostbayern e. V. und seiner Partner.
Krebskranke Kinder und Jugendliche müssen wegen der Infektionsanfälligkeit während einer Chemotherapie besonders geschützt werden. Kontakte zu Freunden, Verwandten und Geschwistern sind oft stark eingeschränkt. Besonders zu jüngeren Geschwistern ist es schwer, Kontakt zu halten, denn unter zwölf Jahren darf niemand auf die Station und die kranken Kinder besuchen, der nicht selbst erkrankt ist. Krebskranke Kinder können keine öffentlichen Veranstaltungen wie Kinofilme, Diskos oder Volksfeste besuchen. Auch zum Schulbesuch sind die Kranken nur sehr bedingt in der Lage.
Hier setzen wir mit dem Computer in Form der VKKK-Notebooks an.
Die Technik der Computer und die virtuelle Reise im Internet fasziniert die kranken Kinder und Jugendlichen. Wenn sie sich mit dem Computer beschäftigen ist das so interessant, dass ihre zeitweise niedergeschlagene, depressive Stimmungslage , in der sie „Lust auf Nichts“ haben, durchbrochen wird. Sogar körperliche Beschwerden, wie Schmerzen, Übelkeit oder Erbrechen treten dann leicht in den Hintergrund.
Zudem wird der Kontakt zur Außenwelt gehalten. Durch den Internetanschluss und die Webcam können Videokonferenzen und Livechats durchgeführt werden. So kann der Kontakt zur Heimatschule gehalten und der fehlende Schulbesuch, und somit der Kontakt zu Mitschülern, wenigstens teilweise aufrecht erhalten werden. Doch auch mit der Familie zuhause kann der Laptop via email oder Webcam den Kontakt erleichtern. Durch die Vernetzung mit anderen Krebs-Zentren erfahren die kranken Kinder und Jugendlichen auch Trost, indem sie online erfahren, dass es anderen in ähnlicher Lage vor ihnen auch schon gelungen ist, durch schwere Zeiten zu kommen bzw. dass andere an anderen Orten gerade Ähnliches wie sie durchstehen.
Vorreiter beim Gang krebskranker Kinder ins Internet ist die Kinder-Uniklinik Heidelberg mit dem Projekt "Onko-Kids-online". Projektleiterin Renate Sedlak hat uns beim Aufbau eines ähnlichen Projekts in Bayern unterstützt und beraten."